Interessante Fakten über den Rebstock

Der Rebstock verfügt über eine über 700-jährige Geschichte: Von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1300 entwickelt sich das Hofgut Rebstock in den 1930er Jahren zum Flughafen, später Wissenschaftsstandort schließlich seit den letzten 25 Jahren zu einem der grünsten Wohnquartiere in Frankfurt.

Hier erfahren Sie mehr über die Entwicklung des Rebstocks

Heute – Rebstock: lebenswertes Wohnen mit Park in unmittelbarer Stadtnähe

Die Erschließung des Rebstock Quartiers wird in den nächsten Jahren mit dem Bau von weiteren 900 Wohneinheiten im Nordosten abgeschlossen. Sie vollendet somit den lebendigen und grünen Stadtteil Rebstock.

Die Bebauungsplan-Änderung (683 Ä) des Rebstockgeländes berücksichtigt die veränderte Immobiliennachfrage weg von Gewerbe hin zu mehr städtischem Wohnraum. Statt Bürohochhäuser entstehen nun nördlich der Leonardo-da-Vinci Allee vorwiegend Wohnungen und soziale Infrastruktur wie z.B. ein weiterer Kindergarten. Der geplante Stadtplatz gibt dem Viertel sein neues Zentrum.

Rebstock mit geplanter Änderung im Nord-Osten
Rebstock mit geplanter Änderung im Nord-Osten

2002/03 – Bebauung beginnt

Nach der Neuparzellierung konnte mit den Erschließungsarbeiten begonnen und der Spatenstich für das erste Wohngebäude ausgeführt werden. Die Bauphase startet mit hoher Dynamik. Die Rebstock Projektgesellschaft steuerte den Bau der technischen Infrastruktur (Straßen, Kanalisation, Energieversorgung) und koordinierte die Baumaßnahmen der verschiedenen Investoren untereinander.

1999 – Rechtsgrundlage geschaffen

Verabschiedung des Bebauungsplans 683 mit drei wesentlichen Nutzungskonzepten:

  • Der Norden ist als neuer Gewerbestandort mit unmittelbarer Nähe zur Messe Frankfurt geplant.
  • Im mittleren Bereich werden moderne Mehrfamilienhäuser dem Bedarf an Wohnfläche in stadtnaher Lage gerecht.
  • Der südliche Bereich (ehemals Messeparkplatz) erweitert den bestehenden Rebstockpark um eine attraktive Grünfläche und Parkanlage.
Bebauungsplan 683 von 1999
Bebauungsplan 683 von 1999

Ab 1995 – Notwendige Vorarbeiten

Von 1995 bis 2001 wurden im Rahmen der Vorentwicklung von der Rebstock Projektgesellschaft zunächst die Gebäude des ADAC, des Battelle-Institutes und der Goethe-Universität abgebrochen, ein Messeparkhaus gebaut und die Altlasten der ehemaligen Hausmülldeponie abgetragen. Aber auch der Artenschutz (Heldbockkäfer, Fledermäuse etc.) fand in den folgenden Jahren immer wieder eine besondere Berücksichtigung.

Die Vorentwicklungsprojekte am Rebstock bis 2001
Die Vorentwicklungsprojekte am Rebstock bis 2001

1995 – Aufbruchstimmung am Rebstock

Gründung der Rebstock Projektgesellschaft mbH als Public Private Partnership von den damaligen Grundstückseigentümern (Stadt Frankfurt und zwei private Eigentümer) mit dem Ziel der einheitlichen Entwicklung und der Steuerung der Erschließung des Rebstocks.

Gründung 1995
Gründungsgesellschafter 1995

1990/91 – New Yorker Star-Architekt gewinnt

Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs aus dem der Entwurf des weltbekannten Architekt Peter Eisenman (New York) als Sieger hervorging. Die Einmaligkeit des Entwurfes ist ein ausgeklügeltes, architektonisches Gesamtkonzept, welches sich als ein fortlaufendes, fließendes Gestaltungsprinzip über den ganzen Stadtteil ergießt.

Entwurf Peter Eisenman (New York)
Entwurf Peter Eisenman (New York)

1982 – Freizeitspaß am Rebstock

Frankfurts größtes Erlebnisbad, das „Rebstockbad“, wird eröffnet. Mit 500.000 Besuchern jährlich gehört es zu den beliebtesten Bädern Deutschlands.

Seit 1962 – Erholung am Rebstock

1962 wurde der „Volkspark am Rebstock“ eröffnet. Im südlichen Bereich des Geländes entstanden Sportanlagen und Schrebergärten. Die Frankfurter Feldbahn baute und betrieb eine Gleisstrecke durch den westlichen Teil des Rebstocks sowie ein Feldbahnmuseum.

1950er Jahre – Wissenschaftsstandort und Parkfläche

Die Goethe-Universität Frankfurt eröffnete 1957 ein Institutsgebäude der physikalischen Fakultät. Zuvor entstand das Battelle-Institut (für Physik und Kernphysik). Ab Mitte der 50er Jahre diente der gesamte Rebstockpark bei Großmessen (IAA) als Freiparkplatz.

Nach 1945 – Beginn der Naherholung

Nach Kriegsende wurde der Rebstock kurzzeitig im Westen zur Kiesgewinnung genutzt, woraus der Rebstockweiher entstand und seither zur Naherholung dient.

2. Weltkrieg

1936 wurde der Flugplatz zu Gunsten des neu gebauten Rhein-Main-Flughafens geschlossen. Die Gebäude wurden während des Krieges zerstört, nachdem auf dem Gelände und im östlich angrenzenden Wald Flakstellungen aufgebaut waren. Daher wurde das Rebstock-Areal intensiv bebombt, weshalb während der Bebauung viele Blindgänger gefunden wurden.

Bombenkrater am Rebstock (1945)
Bombenkrater am Rebstock (1945)

1909-1928 – der erste Frankfurter Flughafen

Im Juli 1909 landete Graf Zeppelin mit seinem Luftschiff „LZ 5“ zum ersten Mal in Frankfurt, wo zu dieser Zeit die 1. Internationale Luftschifffahrtsausstellung (ILA) durchgeführt wurde. Der Rebstock wurde zur Heimat der Flugpioniere. Während der „Fliegerwoche“ traten Piloten zum ersten internationalen Flugwettbewerb an. Das Hofgut Rebstock wurde 1926 zum Flughafen umgebaut und der Zeppelin LZ 11 „Viktoria Louise“ hier stationiert. Bereits 1928 war der Flughafen nach Berlin der zweitgrößte Flughafen Deutschlands

Rebstockhof nach Umbau zum Flughafen (1930)
Rebstockhof nach Umbau zum Flughafen (1930)

Um 1300 – Hofgut und Raubritter

Im Jahr 1300 wurde das Hofgut Rebstock – benannt nach der Frankfurter Patrizierfamilie, zu deren Besitz das Gut gehörte – erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem Gelände befanden sich 2 Höfe, der Römerhof (nördlich) und der Rebstockhof. 1788 wurde das Herrenhaus errichtet und – da missgünstige Nachbarn und Raubritter immer wieder ein Auge darauf geworfen hatten – nach und nach wie eine kleine Burg befestigt.

Hofgut Rebstock vor dem Umbau
Hofgut Rebstock vor dem Umbau